Aus dem Kepler Zirkel, der am
13.3.1915 von Friedrich Sieggrün gegründet war und Alfred
Witte sowie Ludwig Rudolph später dazu gehörten, ging bei
dem Astrologenkongress 1923 in Leipzig der erste Anstoss zur
Gründung des Astrologen Vereins Hamburger Schule hervor. Der
Tag der Eintragung ist als 31.10.1925 angegeben. Nach der
Unterbrechung durch den Krieg und den Tod Alfred Wittes wurde
mit der Eintragung ins Vereinsregister am 17.8.1948 die
Astrologische Studiengesellschaft (Hamburger Schule ) e.V.
offiziell als Forschungsgruppe bestätigt.
Von Ruth Brummund erschien 1972 Astropsychologische Charaktermerkmale. Es war der erste Versuch, psychologische Deutungen durch die Symbolsprache mit den Transneptunern zusammenzustellen. Mit dem Jahr 1976 begann die Veranstaltung der Wochenseminare von beiden. Das erste fand in Vlotho statt, später in Rohrbach in Österreich und zuletzt in der Lüneburger Heide. Wiederholt wurden nach Abschluss dieser Woche Prüfungen abgehalten. Die Grundlage für die Prüfungsordnung war gemeinsam mit Carl Perch erarbeitet worden.
1979 wurden von ihr 2 Bücher herausgegeben. Orts-Meridiane und Orts-Aszendent für wichtige Weltstädte und das Regelwerk-Neufassung in der neuen Form von jeder Kombination nur einmal. Kurz darauf folgte das Lexikon Neufassung. Mit den Achtziger Jahren zog auch im den Verein das neue technische Zeitalter ein. Einem Sponsor verdankten wir durch die guten Kontakte von Udo Rudolph einen grösseren Betrag, der es ermöglichte, eine Computer Anlage anzuschaffen. Der Rechner, Drucker und Plotter waren nun da. Es fehlte nur noch der Programmierer. In Bernd Westphal war ein junger Mann gefunden worden, der sich dafür zur Verfügung stellte. Die Software der Planetenberechnungen stammte von Dr. Landscheidt, und es konnte begonnen werden. Jedoch stellte es sich heraus, dass Westphal erst eine Ausbildung brauchte, die Udo Rudolph aus eigener Tasche bezahlte. Die Studiengesellschaft kam für seine Arbeitsstunden auf, die er am Gerät sass. Es war für alle Neuland. So konnte Udo Rudolph seine Vorstellungen und Ruth Brummund ihre Vorstellungen einbringen. Westphal schaffte es auch, eine Liste zu programmieren, mit deren Hilfe es möglich war, wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten. An 680 Künstlerhoroskopen konnte Ruth Brummund anhand von vielen Aufstellungen zu Erkenntnissen kommen, die hoffentlich späteren Generationen mit als Grundlage dienen können.
Seit Ruth Brummund das Mandala 1984 vorstellte, hat jeder Astrologe die Möglichkeit tiefenpsychologisch eine Person mit Hilfe des Horoskops zu erfassen, um deren Verhaltensweisen und Handlungen besser verstehen zu können. Von beiden wurde 1985 das Handbuch zur Astrologie Hamburger Schule veröffentlicht und 1992 in englischer Sprache übersetzt. 1988 verlieh der Vorstand Ehrenurkunden an Adele Conrad und Ruth Brummund für ihre Verdienste um die Hamburger Schule. Die Neunziger Jahre brachten so manche Unruhe in den Verein. 1991 erhielt Udo Rudolph eine Ehrenurkunde zum Dank für seinen 16-jährigen Einsatz als Vorsitzender. Mit dem Erscheinen der 2. Auflage der Regelwerk – Neufassung traten Ungereimtheiten und Fehler auf, die 1993 zum Austritt von Ruth Brummund führten. Mit dem neuen Vorstand wurde in Riga 1995 eine astrologische Ausbildungstätte gegründet, die sich seit 1997 Alfred Witte Institut nennt. Udo Rudolph war der Mitbegründer und kümmert sich heute noch um die Fortentwicklung. Nach 3 Jahren Ausbildung haben die Studenten dort die Möglichkeit, sich prüfen zu lassen und erhalten dann ein Diplom.
Nach 35 Jahren ging das Vereinsblatt Hamburger Hefte, von Ludwig Rudolph 1961 gegründet, in den Privatbesitz von Michael Feist über. Es wurde ein neues Vereinsblatt gebraucht und im Heft Synthese erschienen die Berichte. Aber auch dieses Blatt wurde privat übernommen. Seitdem dient das ASHS Forum für Vereinsnachrichten. Im Gleichen Jahr brachte Udo Rudolph das Buch - ABC der Planetenbilder -heraus. Seit 1997 gehören beide Udo Rudolph und Ruth Brummund wieder einer Arbeitsgruppe an. Durch Vergleich wird in der DAV - Sektion Hamburger Schule die Möglichkeit der Forschung gegeben. Die unterschiedlichen Richtungen, die sich im Laufe der Zeit aus der Hamburger Schule gebildet haben, können in diesem Kreis ihre Arbeitsweise mit den Ergebnissen vorstellen. Das tut Ruth Brummund über die Uranische Astrologie auch. Im August 1998 jährte sich zum 50. mal das Bestehen des Vereins Astrologische Studiengesellschaft (Hamburger Schule) e.V. Bei einer Wochenendtagung wurde dieser Tag gebührend gefeiert. Es trafen sich Astrologen aus aller Welt, die mit ihren Vorträgen einen Beitrag dazu leisteten. Nun haben wir schon den März 2001. Was wird die nächste Zeit der Hamburger Schule bringen? Wir können nur wünschen, dass das Geistesgut von Alfred Witte und Ludwig Rudolph von all denen weitergebracht wird, die ehrlich und guten Willens sind. -- Hamburg, 29.Nov.2000, 31.Mar.2001 Wer Fragen hat, der wende sich an ruth.brummund@web.de Erinnerung an Ludwig Rudolph: Ruth Brummund Weitere
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